Wer als Unternehmen auf Instagram oder TikTok einen Clip mit einem populären Song unterlegt hat, könnte Monate später eine Abmahnung im Briefkasten haben. Nicht von der Plattform, sondern von einem Anwalt. Das passiert gerade vielen Unternehmen, die Social-Media-Content entweder intern oder über günstige Agenturen produzieren lassen.
Der Grund ist immer derselbe: urheberrechtlich geschützte Musik, die gewerblich genutzt wurde ohne die entsprechende Lizenz.
Warum Musik auf Social Media für Unternehmen ein rechtliches Problem ist
Privatpersonen können auf TikTok und Instagram aus einem großen Musikkatalog schöpfen, die Plattformen haben dafür pauschale Lizenzen mit den Verwertungsgesellschaften ausgehandelt. Diese Lizenzen gelten aber nur für private Nutzung. Wer als Unternehmen denselben Song für einen Werbeclip, ein Produktvideo oder einen Recruiting-Post verwendet, nutzt die Musik gewerblich, und dafür reicht die Plattformlizenz nicht aus.
Viele Social-Media-Agenturen und interne Marketing-Teams wissen das entweder nicht oder ignorieren es bewusst. Ein Trend-Song funktioniert algorithmisch besser, der Clip bekommt mehr Reichweite, und die Abmahnung kommt erst Monate später, wenn niemand mehr an den Post denkt.
Wie Abmahnungen wegen Musik auf Social Media ablaufen
Rechteinhaber und ihre Anwaltskanzleien durchsuchen systematisch Social-Media-Plattformen nach gewerblichen Nutzungen geschützter Musik. Das passiert oft mit Verzögerung: Drei, sechs oder auch zwölf Monate können zwischen Veröffentlichung und Abmahnung vergehen. Die Forderungen bewegen sich je nach Song und Nutzungsdauer typischerweise im vierstelligen Bereich. Dazu kommen Anwaltskosten und die Aufforderung, eine Unterlassungserklärung zu unterschreiben. Wer diese unterschreibt und danach denselben Fehler wiederholt, zahlt eine Vertragsstrafe.
Besonders tückisch: Der Post ist längst gelöscht, die Kampagne ist beendet, die Abmahnung kommt trotzdem. Screenshots und Archivierungstools machen es möglich, Inhalte zu dokumentieren, auch nachdem sie nicht mehr online sind.
Woran man eine Agentur erkennt, die dieses Risiko nicht ernst nimmt
Wer einen Clip bekommt, der mit einem aktuellen Chart-Hit oder einem viral gegangenen TikTok-Sound unterlegt ist, sollte direkt fragen, woher die Lizenz stammt. Wenn die Antwort vage ist oder auf die Plattform verwiesen wird, ist das ein Warnsignal. Lizenzfreie Musik klingt heute nicht mehr nach generischer Fahrstuhlmusik, es gibt umfangreiche Bibliotheken mit hochwertigen Tracks, die für gewerbliche Nutzung freigegeben sind. Wer trotzdem auf geschützte Musik setzt, spart an der falschen Stelle.
Wie wir das bei Knusper Studios handhaben
Wir verwenden ausschließlich lizenzfreie Musik oder kaufen die entsprechende Lizenz für den jeweiligen Einsatzzweck. Lieber einmal auf einen Trend verzichten als Monate später eine Abmahnung zu riskieren. Das gilt für jeden Clip, den wir produzieren, ob Social-Media-Clip, Imagefilm oder Messevideo.
Für Unternehmen, die bestehende Videos überprüfen wollen: Jede Musik, die auf einer Plattform als Trend-Sound läuft, ist mit hoher Wahrscheinlichkeit urheberrechtlich geschützt und darf gewerblich ohne Lizenz verwendet werden. Im Zweifel den Clip lieber heute löschen als auf die Abmahnung warten.
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