AI-generierte Werbevideos – wann sinnvoll und wann nicht

AI Video Generierung ist in aller Munde. Tools wie Sora, Runway oder Kling produzieren in Sekunden Videoclips aus einem Textprompt. Für Unternehmen klingt das verlockend: kein Drehtag, kein Kamerateam, kein Budget für Produktion. Die Realität ist differenzierter. KI-generierte Videos haben klare Einsatzbereiche und klare Grenzen, die man kennen sollte, bevor man sie einsetzt.

Wo AI Video Generierung sinnvoll eingesetzt werden kann

Visualisierungen, die keine echten Menschen zeigen, sind ein guter Einsatzbereich für KI-generierte Videos. Abstrakte Prozesse, Datenvisualisierungen: hier liefert KI schnell brauchbares Material, das teuer zu drehen wäre. Ähnliches gilt für Hintergrundclips und B-Roll, die keine Authentizität erfordern, also generische Stadtansichten, Naturaufnahmen oder abstrakte Übergänge.

Auch in der Vorproduktion ist KI nützlich. Storyboard-Visualisierungen, Moodboards in Bewegung, schnelle Konzeptdarstellungen für den Kunden vor dem eigentlichen Drehtag: das spart Zeit und macht Ideen greifbar.

Wo KI-generierte Videos nicht funktionieren

Imagefilme, Recruitingvideos und Testimonials leben von Authentizität. Ein Recruiter, der einem 20-Jährigen einen KI-generierten Azubi zeigt, der durch eine Fabrikhalle läuft, erreicht genau das Gegenteil von dem, was er will. Die Zielgruppe erkennt KI-generierte Gesichter, nicht immer bewusst, aber sie fühlen sich falsch an. Kleine Fehler in der Mimik, unnatürliche Bewegungen, Hände, die nicht stimmen. Das erzeugt Misstrauen statt Vertrauen. Wie ein authentischer Recruitingfilm für die Industrie aussehen kann, zeigt das Beispiel Concad GmbH.

Dasselbe gilt für Industriefilme, die Kompetenz zeigen sollen. Ein KI-generiertes Bild einer Produktionshalle sieht aus wie eine Produktionshalle, aber nicht wie Ihre. Einkäufer und Ingenieure, die Ihre Website besuchen, wollen Ihr Unternehmen sehen: Ihre Maschinen, Ihre Mitarbeiter. Stockfotos haben dieses Problem schon immer gehabt. KI-generierte Videos haben es nur in anderer Ausführung.

Das Authentizitätsproblem bei KI-Personen im Unternehmenskontext

Wer einen KI-generierten Sprecher oder KI-generierte Mitarbeiter in einem Unternehmensfilm einsetzt, riskiert mehr als nur einen schlechten ersten Eindruck. Potenzielle Kunden und Bewerber fragen sich, warum das Unternehmen keine echten Menschen zeigt. Die naheliegendste Antwort, die ein Betrachter hat: weil es nichts Echtes zu zeigen gibt. Das ist das Gegenteil der Botschaft, die ein Imagefilm senden soll.

Dazu kommt ein rechtlicher Aspekt, der noch nicht vollständig geklärt ist. KI-generierte Personen, die wie echte Menschen wirken sollen, müssen in manchen Einsatzkontexten als KI-generiert gekennzeichnet werden. Die Rechtslage entwickelt sich gerade, und wer heute ohne Kennzeichnung arbeitet, könnte morgen ein Problem haben.

Was KI und echte Produktion gemeinsam leisten können

Die sinnvollste Kombination ist KI als Ergänzung zur Kameraproduktion. KI-Tools beschleunigen den Schnitt, unterstützen bei der Untertitelung, generieren Musikvorschläge und helfen dabei, aus einem Drehtag mehr Formate zu schneiden. In der Postproduktion ist KI bereits heute ein echter Zeitsparer.

Was bleibt, ist die Kamera vor Ort. Echte Hallen, echte Maschinen, echte Menschen. Das ist kein Festhalten an alten Methoden, das ist der Grund, warum Imagefilme funktionieren.

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