Ein Video produzieren und es einmal auf der Website hochladen ist die häufigste Art, wie Unternehmen mit Videocontent umgehen. Und die ineffizienteste.
Dasselbe Material kann gleichzeitig auf LinkedIn Entscheider erreichen, auf YouTube langfristig gefunden werden, auf Instagram junge Bewerber ansprechen und auf TikTok eine Zielgruppe erreichen, die auf keiner anderen Plattform erreichbar ist. Der Drehtag ist derselbe, die Reichweite ist ein Vielfaches.
Warum verschiedene Plattformen verschiedene Formate brauchen
Ein Imagefilm, der für die Website produziert wurde, funktioniert auf TikTok nicht, weil das Format falsch ist. Jede Plattform hat ihre eigene Logik: Länge, Format, Ton, Schnittgeschwindigkeit, ob Untertitel nötig sind. Wer dasselbe Video einfach überall hochlädt, verschenkt Potenzial. Wer das Material von Anfang an für mehrere Plattformen plant, holt aus einem Drehtag deutlich mehr heraus.
LinkedIn – der wichtigste Kanal für B2B-Entscheider
LinkedIn ist die Plattform, wo Geschäftsführer, Einkäufer und Marketing-Verantwortliche täglich aktiv sind. Hier funktionieren kurze Clips von 60 bis 90 Sekunden am besten, mit Untertiteln, weil viele LinkedIn-Videos ohne Ton geschaut werden. Ein Ausschnitt aus dem Imagefilm, der einen konkreten Prozess oder ein Projektergebnis zeigt, performt deutlich besser als der vollständige Film. Testimonial-Snippets von echten Kunden funktionieren auf LinkedIn besonders stark, weil sie Vertrauen aufbauen, bevor ein Entscheider auf die Website klickt.
Für Industrieunternehmen ist LinkedIn der wichtigste Kanal überhaupt. Hier sind die Entscheider, die Aufträge vergeben. Ein regelmäßiger LinkedIn-Post mit kurzem Videoclip kostet nach dem Drehtag keinen zusätzlichen Produktionsaufwand und erzeugt Sichtbarkeit, die über Monate wirkt.
YouTube – langfristige Sichtbarkeit durch Suchmaschine
YouTube ist nach Google die zweitgrößte Suchmaschine der Welt. Wer ein Video auf YouTube hochlädt, kann damit noch Jahre nach der Veröffentlichung gefunden werden, wenn Titel, Beschreibung und Tags richtig gesetzt sind. Das ist der fundamentale Unterschied zu Instagram und TikTok, wo Content nach 48 Stunden kaum noch gesehen wird.
Für Industrieunternehmen eignen sich auf YouTube längere Formate gut: vollständige Imagefilme, Produkterklärungen, Messefilme. Wer nach einer spezifischen Maschine, einem Sensor oder einem Fertigungsverfahren sucht und dabei auf einen professionellen Film eines Herstellers stößt, ist bereits weit in der Kaufentscheidung.
YouTube-SEO ist dabei genauso wichtig wie Website-SEO. Ein guter Titel und eine ausführliche Beschreibung entscheiden, ob das Video gefunden wird oder nicht.
Instagram – Atmosphäre und Employer Branding
Instagram funktioniert für Industrieunternehmen anders als für Konsummarken, aber es funktioniert. Kurze Reels von 15 bis 30 Sekunden, die einen Blick hinter die Kulissen zeigen, FPV-Drohnenaufnahmen durch Produktionshallen, Zeitraffer vom Messeaufbau oder kurze Mitarbeiter-Statements erreichen auf Instagram eine Zielgruppe, die auf LinkedIn nicht aktiv ist: zukünftige Auszubildende und junge Fachkräfte.
Employer Branding auf Instagram ist für Mittelständler und Industrieunternehmen noch ein weitgehend ungenutzter Kanal. Wer dort regelmäßig authentische Einblicke in den Betrieb gibt, hat einen klaren Vorteil im Wettbewerb um Nachwuchs.
TikTok – dort wo die nächste Generation ist
TikTok klingt für viele Industrieunternehmen nach der falschen Plattform. Die Zahlen sprechen eine andere Sprache: Unter 25-Jährige verbringen dort täglich bis zu drei Stunden. Das ist die Zielgruppe für Ausbildungsplätze und Einstiegspositionen. Ein 30-sekündiger Clip, der zeigt wie ein FPV-Drohnenflug durch eine Produktionshalle aussieht oder wie ein Auszubildender seinen ersten Tag erlebt, erreicht dort mehr potenzielle Bewerber als jede Stellenanzeige.
TikTok belohnt authentischen Content: kein Hochglanz, kein Corporate-Sprecher. Kurze Einblicke, die zeigen was im Betrieb passiert, funktionieren besser als aufwändig produzierte Werbeclips. B-Roll vom Drehtag, die auf anderen Plattformen nicht verwendet wird, kann auf TikTok als eigenständiger Content funktionieren.
Website – der Ankerpunkt für alle anderen Kanäle
Die Website ist der einzige Kanal, den ein Unternehmen vollständig kontrolliert. Kein Algorithmus entscheidet, wer das Video sieht. Wer auf der Website landet, sieht es. Deshalb gehört der vollständige Imagefilm auf die Website, eingebettet über YouTube, damit die Ladezeit der Seite nicht leidet und das Video gleichzeitig auf beiden Plattformen läuft.
Header-Videos auf der Startseite, die stumm autoplayen, erhöhen die Verweildauer messbar. Wer länger auf der Website bleibt, sendet ein besseres Signal an Google, was wiederum das Ranking verbessert.
Ein Drehtag – fünf Plattformen – Monate an Content
Wer einen Imagefilm produziert und von Anfang an plant, welche Plattformen bespielt werden sollen, bekommt aus einem einzigen Drehtag: den vollständigen Imagefilm für Website und YouTube, drei bis fünf kurze Clips für LinkedIn, zwei bis drei Reels für Instagram, einen TikTok-Clip aus dem B-Roll-Material und einen stummen Standfilm für die nächste Messe. Mehr dazu, wie sich Videomaterial mehrfach nutzen lässt, zeigt dieser Beitrag. Der Drehtag kostet einmal, der Content läuft Monate.
Sie wollen aus Ihrem nächsten Drehtag maximalen Content herausholen? Jetzt unverbindlich anfragen.
Wir nutzen Cookies für Funktion, Darstellung und Verbesserung der Website. Externe Inhalte werden nur mit deiner Zustimmung geladen.